Mein Blog hat für ZwanzigZehn sein Outfit verändert. Ein neues Outfit, weil im neuen, noch ungeschriebenen Jahr frischer Kaffee auf neuen Text trifft und entsprechend angepasst werden muss.
Vielleicht auf den ersten Blick eine gezeichnete Kleinigkeit, doch für mich in ihrer Bedeutung viel mehr als das ...
Dieses Bild repräsentiert für mich DAS, was mir Schreiben in der geschriebenen und getrunkenen Verbindung mit Kaffee bedeutet. Und genau deshalb ist es auch ab sofort auf den Blogs Aktuelles, Blog2010 und dem Linkblog zu finden.
Hier in Orignalgröße.
Natürlich auch in ZwanzigZehn von Tanja Graumann gezeichnet.
Von wem sonst!!! :-)
„Alle Veränderungen, sogar die meistersehnten,
haben ihre Melancholie.
Denn was wir hinter uns lassen, ist ein Teil unserer selbst.
Wir müssen einem Leben Lebewohl sagen,
bevor wir in ein anderes eintreten können.“
Anatole France (1844-1924), eigtl. Jacques François Anatole Thibault, frz. Dichter
Bis gestern hätte ich dieses Zitat nicht für meinen heutigen Text gewählt. Heute findet es mich, nachdem ich nicht danach gesucht habe. Der erste Tag, an dem ich nicht mehr angestellt arbeite. Ich bin im Urlaub, formal. Inhaltlich längst noch weit davon entfernt.
Noch ist alles, das Rathaus, die Innenstadt, die Jugendlichen, die mir begegnen, genau mit diesem Abschnitt verbunden und ein Teil von mir ebenfalls noch da(-bei).
Es war die Verabschiedung gestern von den KollegInnen, die mir gezeigt hat, was ich da lasse, welcher Teil von mir da wehmütig und traurig auf das schaut, wovon er knapp sieben Monate ein Teil war. Und es war gut so, wie es war, denn ich habe eine Menge über mich gelernt und weiß, was mir gut tut und was nicht. Auch dafür danke!
Und dann schickt mir das Leben heute Mittag DIE Begegnung mit unseren älteren Nachbarn, die ich beide sehr mag und schätze und die vor vier Wochen ihren 45jährigen Sohn durch ein tragisches Unglück verloren haben. Sichtlich bewegt, voller Trauer stehen sie da und suchen nach Worten für den Verlust ihres Sohnes. Es raubt ihnen die Sprache, lässt sie weinen und doch bedanken sie sich zuallererst bei mir, für die Worte, die ich in einem Brief für sie gefunden habe ...
Das berührt und trifft mich zugleich, weil ich spüre, welche Macht, welche (Heil)Kraft und welchen Trost die richtigen Worte haben, wenn sie nicht einfach so dahergesagt sind, sondern aus dem eigenen Herzen kommen.
Und, wenn ich das in Worte bringe, was mich bewegt und aus dem Gefühl heraus die Worte für andere finde, dann sind solche Begegnungen so traurig sie auch sind, ein Geschenk des Lebens.
Wenn es für mich genau darum geht, diese Worte zu finden und sie in das Leben hinaus zu schreiben, dann ist es gut, dann kann ich da das entfalten, was ich am besten kann!

Datum: Donnerstag, den 27.08.2009
Zeit: 19.30 Uhr
Eintrit: 10€
Vorverkauf: ab 17.08.2009
Unter dem Titel "Iserlohner Stimmen und Stimmungen" findet ein Abschiedsabend für den scheidenden Büchereileiter Ulrich Pagenstecher statt. Bei dieser Veranstaltung, die von Peter Bochynek moderiert und von Werner Geck musikalisch gestaltet wird, wirken die Iserlohner Autoren und Autorinnen Wilfried Diener, Wolfram Cosmus, Sabine Hinterberger und Rike Röding mit. Sie hatten die Aufgabe, einen Text über die Bücherei oder das "Alte Rathaus" zu schreiben. Es sind sehr schöne Beiträge entstanden, die an diesem Abend vorgetragen werden. Ebenfalls mit dabei ist der Redakteur des Iserlohner Kreisanzeigers Helmut Rauer mit eigenen Versen über Bücherfreuden. Magdalena Janotte, Iserlohns fantastische Mächenerzählerin, wird diesem Abend ebenfalls wunderbare Glanzlichter aufsetzen. Ein Iserlohner Literaturabend also, der zeigt, was in dieser Stadt literarisch möglich ist!
Hier geht es zum Pressebericht vom 29.08.2009.

Ich sehe eine liebe Autorenkollegin links von mir in einem Schuhgeschäft. Noch denke ich mir nichts bei diesem zufälligen Treffen in einem, ich schwöre, völlig normalen Schuhgeschäft. Ich begrüße sie, wir unterhalten uns kurz, auch über Schuhe, was natürlich nahe liegt.
Und dann kommen genau DIE zwei Sätze, mit der alles beginnt: „Ich war mal auf deiner Internetseite. Da warst du aber auch schon lange nicht mehr, oder?“ Natürlich nicht, denke ich noch, mein nicht schreibender Job hat mich und mein Leben im Moment noch mehr im Griff, als mir das gut tut. Doch das ist eine andere Geschichte, gegen die ein schwarzes Loch ein Kinderspielplatz ist …
Meine Antwort, die von irgendwoher kommt, lautet schlicht und einfach: „Sommerloch, mehr gibt es dazu nicht zu sagen.“ Also, nicht zu DIESEM Phänomen, über alle anderen Phänomene unterhalten wir uns nächste Woche bei einem Kaffee …
Ehrlich, Hand aufs Herz, als ich in dieses Schuhgeschäft hineinging, hatte ich überhaupt noch KEINE Ahnung davon, dass ich in Begleitung eines ausgewachsenen Sommerloches das Geschäft wieder verlassen würde! Und das trabte jetzt neben mir her und tat so, als hätte es das schon immer getan. Der Vorteil meines neuen Begleiters war, dass ich fortan sehr viel Platz neben mir hatte: Alle und alles, die rechts an mir vorbeigingen, verschwanden, in meinem neuen Begleiter, der erst bei der Post zufrieden und satt rülpste. Das hieß, wir konnten mit dem Bus fahren, ohne ihn dabei verschwinden zu lassen …
Im Bus erzählte es mir, dass es sich im letzten halben Jahr durch fantasielose Schreibarmut einen Reizdarm eingefangen hätte, die ich bitte nicht mit der Schweinegrippe verwechseln solle. Deshalb hätte es sich auch mit meinem letzten Beitrag vor zwei Monaten so sehr verausgabt, dass erst meine Begegnung HEUTE dafür gesorgt hätte, dass es ihm wieder besser gehe. Mir gefiel mein neuer Begleiter.
Ich denke, ich werde ihn am Montag mit ins Rathaus nehmen…
P.S.: Da dieses Sommerloch eines ist, was die Dimensionen eines Schwarzen Loches UND die Eigenschaften eines Wurmloches hat, verschwinden die Beiträge in seinen unendlichen Weiten nicht nur, sondern darüber hinaus tauchen sie zu einer anderen Zeit wieder auf …
Eine befreundete Autorenkollegin sprach mich heute in Plettenberg bei der "Weibergeschichten-Matinée" zum Internationalen Frauentag auf die fehlende Fortsetzung von Jan und Julia an.
Na super, fluchte ich innerlich und unhörbar für alle anderen. Das hatte ich mir schließlich selbst eingebrockt und die besagte Fortsetzung groß im Januar angekündigt und längst wieder vergessen.
Also, hier ist Teil II.
Viel Spaß bei der Fortsetzung, die Sie Birgit zu verdanken haben!
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