Eine befreundete Autorenkollegin sprach mich heute in Plettenberg bei der "Weibergeschichten-Matinée" zum Internationalen Frauentag auf die fehlende Fortsetzung von Jan und Julia an.
Na super, fluchte ich innerlich und unhörbar für alle anderen. Das hatte ich mir schließlich selbst eingebrockt und die besagte Fortsetzung groß im Januar angekündigt und längst wieder vergessen.
Also, hier ist Teil II.
Viel Spaß bei der Fortsetzung, die Sie Birgit zu verdanken haben!
Eine neue,alte Liebesgeschichte, ein Wolkenvogel, ein Liebesgedicht von Rilke - diese Woche wiederentdeckt und immer noch so ungewöhnlich schön wie ihre Figuren.
Hier geht es zum ersten Teil. Der zweite Teil wird nächste Woche Freitag veröffentlicht.
I. Entgegen der Bewegung des Lebens oder gelebter Widerstand
Ich fing an mich hier in den angepaßten vier Wänden häuslich einzurichten - mir mein selbst gewähltes Gefängnis bequem zu machen und es auf absehbare Zeit als mein neues Zuhause zu betrachten, damit ich vergaß, was es eigentlich darstellte. Wenn ich schon hier blieb, dann wollte ich es auch schön haben. Ich fing an von Grund auf zu renovieren:
Ich kleisterte die neuen Tapeten voll mit Möglichkeiten, die hinter den Mauern auf mich warteten – Möglichkeiten, die ich jederzeit erreichen könnte, wenn ich das nur wollte. Dieser Kleister durchtränkte die farbenfrohe Tapete, die den Raum größer und schöner wirken ließ. Ich stellte meinen Laptop vor das Fenster, mit dem Rücken zur Tür, die ich von innen verschlossen, aber nicht abgeschlossen hatte. Ich hatte mir den Rückweg frei gehalten, ich musste ja nur die Tür von innen öffnen. Ich setzte mich vor den noch dunklen Bildschirm, fuhr den Rechner hoch, stellte die Kaffeemaschine auf Dauerbetrieb und begann, nachdem der mobile Rechner hochgefahren war, mit dem Schreiben, das mich aus dem Fenster in das Leben auf dem Papier zog. Dort blieb ich viele Jahre, ließ die Geschichten zu meiner Welt werden, vergaß immer mehr den Rückweg und den Anfang meiner eigenen Geschichte, der mich dorthin geführt hatte. Ich hatte längst aufgehört an meiner eigenen Geschichte weiter zu schreiben - die Geschichten hinter dem Fenster wurden zu meinem Leben.
Gestern Abend war es soweit:
Heriald, Rinnstein und ich gaben uns am gestrigen Freitagabend zur Lesung "Männerblut und Engelssschnitten", nach der Pause im „Casa b“ die himmlische Ehre. Die Zuhörerinnen und Zuhörer die schon vor der Pause Rike Röding und ihre drei Geschichten von Männern und Frauen genießen durften, waren nun die Ersten, die, die noch nicht veröffentlichten Auszüge aus Herialds neuem Buch „Kopfüber und aus heiterem Himmel“ live miterleben durften.
Und, es hat unheimlich Spaß gemacht, diese Geschichte mit ihren Figuren zu präsentieren, ihnen eine Bühne zu errichten, auf der sie gesehen und erlebt werden konnten. Sie zu spielen, sie lebendig werden zu lassen, sie für einen Moment lang zu sein! Himmlisch gut, wie Heriald sagen würde.
Neugierig geworden?
Ich kann Ihnen nur sagen. Sie müssen sich nur noch 82 kurze Tage lang gedulden. Denn praktisch genau zwischen dem Erscheinen des letzten Harry Potter Bandes und Nikolaus, also ganz kurz vor Weihnachten, wird es Zeit für ein Buch sein, das die Welt so noch nicht gesehen hat. Donnerstag, der 04. Dezember 2007.
Bis dahin habe ich Ihnen den Buch-Auszug online gestellt, den Heriald für die letzte und die noch folgenden Lesungen und vor allen Dingen für Sie freigegeben hat. Was für ein Engel!

Und natürlich hat Heriald schon ein geniales Buchcover, das ihm Tanja Graumann gezeichnet hat!
Viel Spaß beim Lesen wünschen Ihnen
Heriald und Sabine!
P.S.: Hier finden Sie in den nächsten Tagen und bis zum Erscheinen des Buches, das Sie natürlich JETZT schon bei mir vorbestellen können, die aktuellen Infos rund um diesen ungewöhnlichen Engel ...
Wenn ich "nur" eine Geschichte schreiben würde, wäre es überhaupt kein Problem, die Sätze aneinanderzureihen und ohne Widerstände aufs Papier zu bringen.
Natürlich nicht, denn in einer Geschichte ist immer alles möglich ...
Im Leben nicht?
Solange nicht, bis etwas so Wesentliches in Ihr Leben tritt, dass Sie es um keinen Preis mehr missen möchten. Nein, leicht(-er) ist es dann immer noch nicht, nur anders!
Oder ist es besser zu fragen:
Im Leben auch?
Ja und nein. Es ist nicht alles möglich. Umso mehr das, was Sie leben möchten! Und dabei hilft Ihnen manchmal ein Engel, auch wenn er noch so untypisch daher kommt wie Heriald es tut ...
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