Die Heilige Nacht

Bis zum Abend spüre ich deinen wissenden Blick durch die verschlossene Tür.
Du wartest, selbst dann, wenn die Tür verschlossen bleibt.
Auch am Tag bist du mir nah.
Die Dunkelheit legt sich als schwarze Fußmatte vor die Tür.
Der Tag streift seine Stunden lautlos ab.
Wortlos öffne ich dir und deinen Worten die Tür.
Einen Spalt breit.
Der Kerzenschein begleitet dich über die Türschwelle.
Ich reiche dir meine Worte und stürze mit ihnen hinab, in die Tiefe deiner dunklen Augen.
Nichts kann mich halten vor dem Sturz in dein Lächeln, das sich in deinen Augenwinkeln versteckt.
Wortlos erzählt mir dein Lächeln die Geschichte dieser besonderen Nacht.

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