Dachueber

Über den Dächern des Samstagnachmittages lassen die letzten Sonnenstrahlen des Tages ihre aufgelebte Phantasie neu erstrahlen, kratzen die abgekühlten Reste des Winters von den Dächern und schreiben helle, bunte, warme Wörter auf die Dachpfannen des Tages, der sich räkelt und die Wärme des Tages genießt und sich ausbreitet da auf dem Dach, um die dunkelblaue Nacht zu empfangen, die schon hinter den ersten Schatten der untergehenden Sonne am Horizont auf ihn wartet…
Da auf dem Dach werden sie hell und dunkel, ruhig und laut ineinander verschmelzen und im Dunkelblau der Nacht wieder am Horizont erscheinen, als dieser eine Stern, der die pralle, bunte Sonne des Tages und die dunkle Stille der Nacht dachüber in sich vereint.

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